15. August 2007

Angehender Türkischer Präsident ein VFB – Fan?

5 Kommentare

Der derzeitige Außenminister Gül schickt sich zum zweiten Mal an, türkischer Staatspräsident zu werden. Da fiel mir wieder ein Foto in die Hand, als ich zusammen mit anderen Grünen anlässlichMouratidis und Gül bei der Übergabe des VFB Schals unseres Besuchs in der Türkei zur Lage der religiösen Minderheiten einen Empfang bei Gül hatten. Als Gastgeschenk überreichte ich ihm einen Meisterschal des VFB Stuttgarts. Cem Özdemir übersetzte meine Worte, und Gül war sichtlich erfreut. In der Türkei ist Fussball die wichtigste Sportart.

Unser einstündiges Gespräch mit Gül über die Zukunft der Türkei war vertrauensvoll und erkenntnisreich. Er setze sich weiterhin für eine demokratische und europafreundliche Türkei ein, so Gül. Zudem wolle er den Charakter der Türkei erhalten und erteilte einer islamistischen Türkei eine Absage. Letztlich war ich nach der Reise überzeugt, dass erstens die AKP einen überwältigenden Wahlsieg erringen würden (was auch eintrat). So unterstützten die ethnischen und religiösen Minderheiten, welche wir trafen, die AKP. Zweitens bin ich davon überzeugt, dass Gül ein gutes Rüstzeug mitbringt um ein würdiger türkischer Staatspräsident zu werden.



5 Kommentare »

  • Daniel meint:

    Kleiner Nachtrag: Gül ist der neue türkische Staatspräsident.

  • Ali meint:

    Kurze Infos zu dem VFB-Fan rechts im Bild:

    Im Alter von 30 Jahren heiratete er, auf Vorschlag seiner Mutter, die 15 jährige Hayrünnisa Öztürk!

    Als Aussenminister hat er sich damals, vergebens, dafür eingesetzt, dass die US-Armee von der Türkei aus in den Irak einmarschiert.

    Sein (politischer) Freund Tayyip Erdogan (Ministerpräsident und Vorsitzender der AKP) hat gute Kontakte zur Al-Qaida. Hier ein Foto bei dem Erdogan brav neben dem weltweit gesuchten Taliban Hikmetyar auf dem Boden sitzt: http://watch.windsofchange.net/pics/2005/media_128705_1_s%20kopiera.gif
    Videos von diesem Treffen gibt es unter anderem auf youtube.com

    Übrigens: Nach der 1:0 Niederlage beim KSC dürfte Abdullah Gül nun nicht mehr so lächeln wie auf dem Foto ;-)

  • Daniel Mouratidis
    Daniel Mouratidis meint:

    Das 1:0 sind drei Punkte aus Stuttgart als Geschenk gegen den Abstieg.
    Spass bei Seite: Gül muss als Staatspräsident integrierend wirken. Die Beziehungen zu Griechenland hat er beispielsweise zum Guten verändert. Aber besonders beeindruckt hat mich, dass die religiösen Minderheiten, die griechisch-orthdoxen, die Armenier und die Assyrer die wir getroffen hatten, für die AKP ausgesprochen hatten. Der kurdische Oberbürgermeister von Diyarbakir sagte: “An mir wäre die Wahl Güls nicht gescheitert”. Das hat mir schon zu denken gegeben. Die AKP garantiert nach deren Ansicht den pro-europäischen Weg unabhängig von den Generälen – und gilt dennnoch nur als kleineres Übel. An einer schleichenden Islamisierung des Landes glaubt hingegen kaum einer. Nach meinem Besuch in der Türkei wurde mir bewusst, dass das türkische Parteienspektrum nicht mit dem deutschen zu vergleichen ist. Und im Vergleich zu nationalistisch bis ultra-nationalistischen Opposition der MHP die AKP die bessere Wahl ist. Wachsam werden wir bleiben.

  • BAYRAM meint:

    hallo

    wir kurden wollen kein krieg aber die türkei will es.

  • Jasmin meint:

    Ich denke, dieser Mann wird ein würdiger Präsident und die Türkei ein wohlhabendes Land.

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