Politik
Politik »
Die Bahn und die Landesregierung haben heute zum ersten Mal eingeräumt, dass es zu Mehrkosten beim Bau des geplanten Tiefbahnhofs in Stuttgart kommen wird. Rund 256 Millionen Euro sollen die Bauarbeiten nun mehr kosten, das sind immerhin knapp 10% mehr als bislang geplant.
Heute ist also der erste Dominostein gefallen. Ich bin mir sicher, es werden noch weitere folgen. Wenn jeder eine Viertelmilliarde schwer ist, wird man bald auf die 6,9 Milliarden Euro kommen, die Stuttgart 21 nach Berechnungen des Büros Vieregg und Rössler mindestens kosten wird.
Atompolitik, Klimawandel »
In der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung erklärt EnBW Chef Villis, dass “der (Strom-)Preisanstieg mit Kernenergie weniger dramatisch” sei. Da frage ich mich: Warum nur hat man davon in den letzten Jahren nichts gemerkt? Die EnBW, die rund 60% ihres Stroms aus Atomkraftwerken produziert, erhöhte in den letzten acht Jahren ihre Strompreise um rund 62% und steht damit an der Spitze der großen Energieversorger. Mittlerweile ist der EnBW Standardtarif für Wenigverbraucher sogar teuerer als echter Ökostrom der Energiewerke Schönau.
Villis’ Rechnung scheint insbesondere dann nicht aufzugehen, wenn die Gesamtkosten der …
Backnang, Politik »
Bekanntlich hat die Landesregierung ein Alkoholverkaufsverbot an allen Verkaufsstellen zwischen 22 und 5 Uhr durchgesetzt. Nur in gastronomischen Betrieben ist das weiterhin erlaubt. An Tankstellen und Kiosken dagegen wird es kein Bier, Wein und co mehr geben.
Neben des bemerkenswerten Details, das gleichzeitig die Sperrzeit für Kneipen quasi abgeschafft wurde, treiben so manche Ausnahmen des Gesetzes laut eines Berichts der Stuttgarter Zeitung noch andere Blüten: An Autobahnraststätten wird man vorerst weiterhin Alkohol zwischen 22 und 24 Uhr kaufen können, und Gaststätten dürfen auch Alkoholika außer Haus verkaufen. Gut möglich, dass so …
Die Anderen, Grüne »
Auch aus der Ferne bleibe ich am Ball, was sich in Deutschland momentan so tut. Sehr gefreut hat mich die Nachricht, dass in Hamburg die Verhandlungen über eine Koalition von Grünen und CDU ein vorläufig gutes Ende genommen haben. Endgültig beschließen müssen das natürlich noch die Parteigremien, aus Grüner Sicht kann ich aber sehr zufrieden sein mit dem Ergebnis. Die Elbvertiefung wäre auch unter einer Grünen/SPD Konstellation nicht zu verhindern gewesen; das Kohlekraftwerk in Hamburg wird ziemlich sicher nicht gebaut. Damit wird auch mit dem Stromkartell der vier großen Konzerne …
