Die Widersprüche der EnBW
In der heutigen Ausgabe der Stuttgarter Zeitung erklärt EnBW Chef Villis, dass “der (Strom-)Preisanstieg mit Kernenergie weniger dramatisch” sei. Da frage ich mich: Warum nur hat man davon in den letzten Jahren nichts gemerkt? Die EnBW, die rund 60% ihres Stroms aus Atomkraftwerken produziert, erhöhte in den letzten acht Jahren ihre Strompreise um rund 62% und steht damit an der Spitze der großen Energieversorger. Mittlerweile ist der EnBW Standardtarif für Wenigverbraucher sogar teuerer als echter Ökostrom der Energiewerke Schönau.
Villis’ Rechnung scheint insbesondere dann nicht aufzugehen, wenn die Gesamtkosten der Kernenergie mit eingerechnet werden. Atomare Endlager müssen über viele tausend Jahre kontrolliert werden.
Es scheint der EnBW vielmehr ums Geld zu gehen. Jedes alte Atomkraftwerk das länger läuft, spült den Energiekonzernen rund eine Millionen Euro pro Tag in die Taschen. Bei diesen Zahlen fällt es wohl leicht, sich die Realität schön zu reden.









[...] Mouratidis stellt die Widersprüche der EnBW heraus, die behauptet mit Atomstrom wäre Strom billiger, aber die Preise um 62% [...]
Ich habe die Zeitung heute morgen lieber liegengelassen als ich diesen Artikel gesehen habe. Ich wollte den anderen S-Bahnfahrerinnen mit meinem bösen Blick nicht die montagmorgendliche Laune verderben
Zeigt aber mal wieder wie wichtig es ist, das Thema Atomausstieg kontinuierlich lebendig zu halten.