Ein Hoch auf die Menschen von Seattle!
Das meine ich wirklich ernst und mache es beispielhaft an zwei Punkten fest.
Erstens sind alle Menschen hier einfach richtig nett und zuvorkommend. Zwar erlebte ich bisher überall nur freundliche Menschen, aber in Seattle ist es nochmal anders. Der Busfahrer nimmt uns mit, obwohl wir nur große Scheine haben und nicht das Kleingeld, welches wir benötigen um die Busfahrt zu bezahlen; auf der Strasse sprechen einen einfach an, wenn sie merken, dass man etwas sucht; die Verkäufer ratschen gerne und geben sogar Tipps, wenn man bei der Konkurrenz eventuell etwas passenderes finden könnte.
Zweitens haben die BürgerInnen von Seattle vor ein paar Jahren dem Plan eines Bibliothekneubaus mit 72% Zustimmung per Bürgerentscheid durchgesetzt. Der Clou daran ist deren Finanzierung: Sie besteuerten sich dafür ein paar Jahre selber höher. So kamen über 150 Millionen Dollar zusammen und in der Innenstadt steht eine neue, architektonisch und inhaltlich herausragende Bibliothek, dazu wurden die Zweigstellen ausgebaut. Zudem gibt es ein umfangreiches Programm für Jugendliche, die haben sogar eine eigene MySpace Seite.
Dazu kommt, dass der öffentliche Nahverkehr in der Innenstadt tagsüber umsonst ist.
Leisten können sie sich das vor allem durch die vielen Konzerne und deren Stiftungen, die viele öffentlichen Einrichtungen unterstützen. Trotzdem sind auch in dieser Stadt viele obdachlose Menschen anzutreffen.
Für mich heisst es nun wieder Koffer packen. Nächste Station ist Austin, Texas.









Gibts aber auch “bei uns”: in einem deutschen Dorf (oder so) “beharken” jetzt die Bewohner gemeinsam selber die Erde, damit sie Glasfaserkabel fuer DSL verlegen koennen. Leider schon wieder vergessen wo