25. April 2008

Freiwillige vor!

Bisher kein Kommentar

Seattle zeichnet sich durch verschiedene Dinge aus: Es ist als Regenloch bekannt, für gute Rockmusik, extrem hügelig und von jedem beliebigen Punkt aus sieht man mindestens einen Starbucks. Außerdem Earth Corpwird Freiwilligenarbeit sehr geschätzt. High School Schülerinnen und Schüler müssen sogar binnen 4 Jahre 60 Stunden an gemeinnütziger Freiwilligenarbeit leisten, um das Abschlusszeugnis zu bekommen.
Auch unsere Gruppe wurde herzlich eingeladen, an zwei Projekten Hand anzulegen. Bei Earth Corp halfen wir bei der Pflege des Parks auf Mercer Island. Wobei es sich weniger um einen Park als um einen Wald handelt. Es galt, Brombeersträucher aus dem Boden zu rupfen. Die gehören nämlich nicht zu den nativen Pflanzen der Region, sondern wurden irgendwann mal aus Europa eingeschleppt. Die Brombeersträucher wuchern hier extrem und verschlingen regelrecht die heimische Pflanzenwelt. Langfristig würden ohne diese Arbeit viele dieserBrombeeren Earth Corp Seattle heimischen Arten aussterben. Also, Schippe und Harke in die Hand genommen, und nach einer kurzen Einweisung bei gefühlten 5 Grad an die Arbeit!
Die anderen Freiwilligen kamen aus den verschiedensten Gründen: Einige konnten so ihre High SchoolSeattle Brombeeren Stunden leisten, andere kamen weil sich deren Kirchengemeinde entschlossen hatte anlässlich des Earth Days dieses Wochenende an Umweltprojekten zu arbeiten, oder sind einfach übers Internet auf dieses Angebot gestoßen. Nach einer Weile hatten wir ein richtig gutes Stück Wald befreit!

Am nächsten Tag halfen wir bei der örtlichen Food Bank mit. Das deutsche Gegenstück sind die Tafeln. Food Bank SeattleHier werden an Menschen Lebensmittel umsonst ausgegeben. Ohne Prüfung der Bedürftigkeit. Die Bandbreite der Menschen, die vorbkommen ist groß. Ältere, Jüngere, ein Querschnitt der Gesellschaft, die allesamt Probleme haben mit dem wenigen Geld das sie haben über die Runden zu kommen. Einige von uns sortierten Lebensmittel, packten Lunchpakete zusammen oder gaben die Lebensmittel aus. Rund 1500 Menschen kommen jeden Tag, sagten die Verantwortlichen. Ich hatteDaniel Mouratidis Food Bank gute Gelegenheit, mit einigen anderen Helfern ins Gespräch zu kommen. Sie machten sich ihrem Ärger Luft über das löchrige soziale Netz in den USA. Es gibt viele Obdachlose in der Stadt; die Regierung stellt ihnen keinen Wohnraum zur Verfügung.

Freiwilligenarbeit ist auch deswegen so verbeitet, weil die klassische Vereinsarbeit, wie wir sie kennen, hier nicht so weit bekannt ist.
Ach, einen überzeugten Republikaner habe ich immer noch nicht getroffen!



Misch dich mit einem Kommentar in die Diskussion ein!

Schreibe einen Kommentar oder schicke einen Trackback von deiner Seite.
Du kannst die Diskussion auch per RSS verfolgen.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.