Halbzeit der Legislatur in Baden-Württemberg: Grüne bei 17,2%
Die Stuttgarter Nachrichten (StN) hatte die letzten Tage allerlei Statistiken im Blatt. In einer Umfrage wurden die Menschen im Ländle befragt, und mit das wichtigste Ergebnis war die Sonntagsfrage. Da landeten wir Grünen bei 17,2%. Die CDU verliert mit 39,9% über vier Prozent und der Rest hält sich stabil; die Linken knapp unter der Fünf-Prozenthürde. Also dieses Ergebnis hat selbst mich überrascht. Aus Berlin wurde mir gesagt, so ein gutes Umfrageergebnis gab es noch nie für die Grünen in einem Flächenstaat. Zwar ist dieses Ergebnis eine Momentaufnahme, trotzdem halte ich es für ein Indiz, dass unsere Themen einen Resonanzboden in der Gesellschaft haben. Die beste Motivation für das anstehende Wahljahr ist dieses Ergebnis allemal. Irgendwo da draußen müssen also deutlich mehr Menschen sein als bisher angenommen, die die Grüne Politik gut finden. Wie Öl auf die geschundene Politikerseele geht natürlich der abschließende Satz des heutigen Leitartikels der StN runter: “Baden-Württemberg wird vielleicht irgendwann einmal das stärkste Unions-Bundesland, sicherer aber noch die Deutschland-Hochburg der Grünen. Die erste Halbzeit der aktuellen Legislaturperiode haben sie gewonnen”. Ich glaube auch, dass die gute Basisarbeit in den Kommunen eine der Gründe für das gute Ergebnis ist. Interessant auch: Die Stimmen für die Grünen kommen zu 60% von Frauen, dagegen setzt sich das Wählerpotenzial der Linkspartei zu 80% aus Männern und nur zu 20% aus Frauen zusammen.
Verwirrend übrigens eine Statistik über die Altersverteilung der Zustimmung zu einer Partei. Es wird nicht wie üblich dargestellt, wie z.b. die 30-44jährigen abstimmen, sondern wie hoch der Anteil der verschiedenen Alterskohorten am Gesamtergebnis der einzelnen Partei ist. Da der Vergleich fehlt, wie hoch der Anteil der Alterskohorten in der Stichprobe war, kann man mit dieser Statistik nicht viel anfangen.
So, dann mal munter weiter in die zweite Halbzeit!









Erscheint mir ehrlich gesagt etwas hoch. Trotz “Das ergab eine repräsentative Umfrage unter rund 1000 Wahlberechtigen im Auftrag unserer Zeitung.”