Oettinger macht den Bock zum Gärtner
Kabinettsumbildung. Ein Wort, mit dem man Großes verbindet: Abgehalfterte Minister raus, neue Gesichter mit frischen Ideen rein, Frischzellenkur für eine Regierung. Nichts von alle dem verspürt man bei der kleinen Rochade, die Oettinger nun vorhat. Finanzminister Stratthaus muss gehen, obwohl ich den für einen der besseren Minister halte. Stattdessen rückt Willi Stächele nach. Wir erinnern uns: Der ist mitverantwortlich für das katastrophale Krisenmanagement bei der Filbinger Affäre und machte eine sehr unglückliche Figur beim Wirbel um den Verkauf badischer Kunstschätze, die bereits seit langem dem Land gehörten.
Damit wird nicht Konpetenz belohnt, sondern Parteidünkel. Oettinger macht so den Bock zum Gärtner. Besser wäre es, an anderen Stellen anzusetzen: Wissenschaftsminister Frankenberg und vor allem Kultusminster Rau wären eigentlich an der Reihe. Insbesondere Letzterer hat G8, die Misere an den Hauptschulen und mehr zu verantworten. Seine Ablösung wäre aber Oettingers Eingeständnis für die verfehlte Schulpolitik.









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