[ 17. Dez 2007 | Kommentieren! ]

Vergangenen Samstag hatte der politische Aktivist im Raum Stuttgart gleich drei besuchenswete Demonstrationen zur Auswahl. Erstens gegen den Ausbau des Flughafens Stuttgart auf den Fildern, zweitens gegen eine Nazi-Kneipe in Schorndorf-Weiler und drittens eine gegen Stuttgart 21. Da hatte ich nun die Qual der Wahl. Schließlich stand ich dann bei der Kundgebung gegen Stuttgart 21 bein Landespavillon im Schlossgarten. Über 500Stuttgart 21 Demo Menschen trotzen der Kälte, es sprachen für die Grüne Seite Peter Svejda und Boris Palmer. Peter von der Grünen Jugend Stuttgart betonte, dass einen Haufen Geld in die Tunnelröhren gesteckt werden anstatt Prioritäten zu setzen für eine bessere Bildungspolitik. So steckt die Stadt Stuttgart viele Millionen in die Röhren – und die jungen Menschen sitzen in bröckelnden Schulen und Unis. “So wird ein Volk von Dichtern und Denkern zu einem Volk von Richtern und Senkern”, folgerte er richtig. Denn beim Theme Stuttgart 21 wird mit Hilfe von juristischen Winkelzügen argumentiert, warum ein Bürgerentscheid unmöglich ist, er womöglich 2004 und davor schon unmöglich war – anstatt die über 70.000 Unterschriften Ernst zu nehmen und eine Abstimmung herbeizuführen. In diese Richtung argumentierte auch Boris. Auch sonst waren die Grünen gut vertreten: Viele Mitglieder waren da, auch die beiden Kreisvorsitzenden Andrea Lindlohr und Irmela Neipp-Gereke sowie die Bundestagsabgeordnete Biggi Bender.
Die anderen Demos waren auch gut besucht. Es lohnt es sich wieder, für seine Meinung auf die Straße zu gehen.

[ 6. Dez 2007 | Kommentieren! ]

Von mir bekommen heute einige Menschen die Grüne Klimarute. Also eine E-Card, die sie errinnert Grüne Klimaschutzrutean ihre Klimaschutzsünden. Die kann man auf den Seiten des Grünen Landesverbandes verschicken. Ein paar Vorschläge haben wir auch beigefügt: Oettinger, die FDP oder auch die EnBW. Sicherlich fallen euch noch genügend Menschen ein! Meine erste Rute ging heute an Steffen Bilger, den Vorsitzenden der Landes-JU. Die setzen nämlich weiter auf Billigfliegen. Und wo bleibt hier der gerechte Klimaschutzpreis auch im Flugverkehr? Nirgendwo. Eben deswegen die Rute.

[ 2. Dez 2007 | 1 Kommentar ]

Peter Garrett, der ehemalige Sänger der Band Midnight Oil, wird neuer Minister für Umwelt, Kulturerbe und Kunst in Australien. Das find ich echt gut. Er hat sich in seinen Songs eingesetzt für den Umweltschutz und die Rechte der australischen Abrigines, der Bewohner Australiens vor der Ankunft der Europäer. Mal sehen was er bewegen kann – ein reines PR-Spektakel darf es nicht sein. Trotzdem find ichs gut, wenn bekannte Menschen als Quereinsteiger in die Politik gehen. So hat es auch Melinca Mercouri gemacht. Die griechische Schauspielerin engagierte sich gegen die Militärdiktatur und war später Kulturministerin in Griechenland. Sie ist bis heute, fast 15 Jahre nach ihrem Tod, beliebt.

[ 30. Nov 2007 | 4 Kommentare ]

Seit einer Woche bin ich auch dabei, jetzt werbe ich auch dafür: Beteiligt Euch bei der Sammelklage gegen das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. Es ist wirklich ungeheuerlich, wie dreist das Recht auf informelle Selbstbestimmung ausgehebelt wird. In Zukunft werden Telefon- Handy- und Emai- und Internetlverbindungen sechs Monate gespeichert. Bei Mobilgesprächen wird zudem der Standort gespeichert. SPD und CDU haben dieses Gesetz durchgedrückt, und auch im Bundesrat wird es wohl heute durchgewunken. Da bleibt nur noch der Druck aus der Zivilgesellschaft. Der moderne Protest ist hier zu finden: Eintragen in die Onlineliste, Formular ausdrucken und Brief abschicken. Einfacher gehts eigentlich nicht.

Ich bin immer skeptisch, wenn ich nach Daten gefragt werde. Nicht nur der Staat bedient sich dreist. Mindestens genau so schlimm ist das, was uns die Wirtschaft aufs Auge drückt – und wie selbstlos viele Menschen mit ihren Daten umgehen. Paybackkarten, Kreditwürdigkeitsratings, Verlosungen im Hauptbahnhof und mehr. Da lehne ich generell ab. Manchmal hilft auch, den Sponti in mir wiederzubeleben: Kürzlich wurde ich an der Ladenkasse gefragt, welche Postleitzahl meine Adresse habe. Eigentlich hätte ich mit “nö” antworten müssen. Schlimmer fürs Geschäft ist es aber, dreist zu lügen. Also hab ich irgendeine gesagt. Auf dass deren Kundenanalyse garantiert den Bach runter geht!