Parteitage sind für die meisten Journalisten eine langweilige Angelegenheit. Nicht so Grüne Parteitage. Es wird wirklich inhaltlich debattiert und nicht nur die Seinen beklatscht. Bei den anderen Parteien wird die Zustimmung zu Reden der Granden an der in Minuten ausgedrückten Länge des Beifalls bemessen. Bei Grüns muss man dagegen zuhören, weil bei uns auch gerne leidenschaftlich debattiert wird.
Ähnlich bei Neuwahlen der Parteispitze. Selten gibt es bei diesen Wahlen mehr als einen Kandidaten. Nun sind es bei der anstehenden Nachwahl des Landesvorsitzenden derer gleich drei. Wohl für so manche Redaktion einer zu viel. Im aktuellen Artikel des Südkuriers – und auch in der Printausgabe – mutierte ich in der Bildunterschrift zu Memet Kilic, und dieser zu Daniel Mouratidis. Zwei südländisch aussehende Männer mit schwarzem Haar und Brille: da war wohl jemand schlichtweg überfordert. Vielleicht würde ein interkulturelles Training helfen?
Am 15.Oktober hat die Keimzelle des Punk seine Pforten geschlossen. Eröffnet 1973 hat der Liveclub an der Bowery in der Lower East Side in Manhattan Punkgrößen wie Patti Smith, Dictators oder den Ramones die ersten Auftrittsmöglichkeiten verschafft. Damals war die Bowery bekannt für seine Obdachlosenheime. Der Besitzer Hilly Kristal schreibt auf seiner Webseite: ” The Bowery was, to repeat, a drab ugly and unsavory place. But it was good enough for rock and rollers. The people who frequented CBGB didn’t seem to mind staggering drunks and stepping over a few bodies.” Die Bowery war Ende des 19. Jahrhunderts übrigens fest in der Hand von Deutschen Immigranten. weiterlesen »
Die CDU hat es abgelehnt, an Schwerstabhängige unter ärztlicher Aufsicht Heroin zu verabreichen. So hat es der Parteitag beschlossen. Damit wurde nicht nur die eigene Gesundheitsministerin Stolz ausgebremst, sondern auch alle Expertenmeinungen übergangen. Eigentlich unfassbar. Der Antrag kam übrigens von der Jungen Union. Die organisieren lieber Saufparties mit Bier für einen Euro. weiterlesen »
Sodele, in letzter Zeit hat sich einiges getan bei mir. Seit Anfang Oktober bin ich bei der AGJF (Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten) beschäftigt als Projektkoordinator der Integrationsoffensive in Baden-Württemberg. In Jugendhäusern, Stadtteilzentren oder Jugendverbänden werden Projekte gefördert, die einer besseren Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund dienlich sind. Das Interessante an dieser Tätigkeit ist, dass zudem lokale Netzwerke daraus entstehen sollen für zukünftige Aktivitäten und auch die politische Ebene vor Ort mit einbezogen werden soll – also beispielsweise die Gemeinderäte. Ziel ist es auch, gerade in der Jugendarbeit, aber auch im alltäglichen Diskurs weg zu kommen im Zusammenhang mit Migranten immer von “Problemen” zu sprechen. Das ärgert mich schon seit langem. weiterlesen »