[ 26. Jun 2009 | 1 Kommentar ]

Michael Jackson ist tot. Gerade einmal 50 Jahre ist er geworden. Auf allen Musikstationen laufen derzeit seine Lieder. Er verfügte zweifellos über ein riesiges musikalisches Talent, aber auch über Eltern – und hier insbesondere sein Vater – die ihm gnadenlos eine fröhliche Kindheit und Jugend verwehrten. Er ist ein Beispiel dafür, wie überehrgeizige Eltern das Leben ihrer Kinder nachhaltig versauen können.

[ 10. Jun 2009 | 6 Kommentare ]

Wow, das waren echt drei grüne Festtage seit Sonntag. Nahezu überall, auf allen Ebenen haben wir dazu gewonnen. In Stuttgart sind wir größte Fraktion geworden. Damit ist den Stuttgarter Grünen eine große Verantwortung übertragen worden.
Ich freue mich darüber, dass ich in meiner Heimatstadt Backnang zum Stadtrat gewählt wurde. Die Wählerinnen und Wähler haben mich von Platz 6 auf Platz 2 vorgewählt, nur knapp – um 36 Stimmen – habe ich den Spitzenplatz verfehlt. Für dieses Ergebnis bedanke ich mich sehr herzlich bei all meinen Wählerinnen und Wählern!

In der Zeitung steht heute, ich will die Möglichkeiten des Internets nutzen um mehr Transparenz in die Arbeit des Gemeinderats zu bringen. So bin ich dabei, einen Backnanger Grünen Weblog einzurichten, als auch einen eigenständigen Twitter-Account. Ich nutze bereits seit längerem Twitter, aber will das trennen von meinen übrigen Aktivitäten. Auf dem Backnanger Account kann ich dann alle schönen sprachlichen Stilblüten veröffentlichen.

[ 4. Jun 2009 | 1 Kommentar ]

Wer hätte das noch gedacht, dass der Europawahlkampf am Ende doch richtig Fahrt aufnimmt. Die Financial Times Deutschland gibt vor jeder großen Wahl eine Empfehlung ab. Das machen sonst die US-amerikanischen Medien und ist bei uns noch neu. In der heutigen Ausgabe nun plädiert die Redaktion für die Wahl der Grünen zur Europawahl. Unter anderem wird gelobt, dass einzig die Grünen ein ausgefeiltes Programm haben, welches politische Vorschläge macht, wie eine europäische Finanzaufsicht. Zum Schluss ist dann treffend formuliert:
“Wer mit seiner Stimme also sinnvolle Veränderungen vorantreiben will, kann sein Kreuzchen diesmal bei den Grünen machen. Sie sind die einzige Partei, die wirklich Ideen für Europa mitbringt – und sie könnten die Rolle des Antreibers übernehmen. Hinzu kommt: Eine stärkere Präsenz der Grünen im EU-Parlament wirkt der Verfilzung entgegen, die das Machtkartell von Bürgerlichen und Sozialdemokraten über die Jahre geschaffen hat.”
Henning hat es glaube ich als erster gepostet!

Dagegen versinkt die FDP im Silvana-Strudel. Bei ihrem Auftritt in Stuttgart wirkte sich nicht sonderlich überzeugend. Viel schlimmer ist aber das Kommunikationsdebakel der FDP. Begonnen hat alles mit einem Artikel in der FAZ, Spitzenkandidatin Koch-Mehrin sei nur an 41% aller Sitzungen des Europaparlamentes anwesend gewesen. Nun kann es gute Gründe geben für eine Abwesenheit. Krankheit, Schwangerschaft, andere wichtige Termin. Anstatt aber souverän damit umzugehen, schaltete sie die Anwälte ein, die eine Unterlassungsklage erwirken wollten. Und es kam heraus: Allgemein waren ihre Tätigkeiten eher im boulevardesken Bereich zu finden, als in der parlamentarischen Arbeit. Nach einer Talkshow des SWR Fernsehen beschwerte sich FDP-Generalsekretär Niebel schriftlich beim SWR, Koch-Mehrin wären Fragen gestellt worden, die vorher nicht abgesprochen gewesen seien. Puh, sieht so Pressefreiheit aus? Als Politiker muss ich immer mit überraschenden Fragen rechnen. Das ist unser Job. Die FDP muss sich fragen lassen, wie diese kopflosen Aktionen mit ihrem eigenen Verständnis von Politik und Medien zusammenpassen.
Eine gute Zusammenfassung findet sich im Beitrag von Zapp/NDR und bei der sueddeutschen.de.

[ 26. Mai 2009 | 2 Kommentare ]

Am Samstag war ich Teilnehmer der Bundesversammlung, die ja bekanntlich den Bundespräsidenten wählt. Es war schon ein besonderes Gefühl, mit über 1200 anderen Menschen im Plenarsaal zu sitzen und das Staatsoberhaupt zu wählen. Wobei – ich habe als Ersatzdelegierter nicht abgestimmt. Das Motto der baden-württembergischen Grünen bei der Besetzung der Wahlmenschen war “Integration braucht Vorbilder”, und man verständigte sich, insbesondere MigrantInnen aus der Zivilgesellschaft zu nominieren. Deswegen habe ich Platz gemacht für eine weitere Migrantin. Dennoch war es wieder einmal schön, den Satz eines Lehrers zu widerlegen, der in der siebten Klasse zu mir meinte, “aus dir wird mal eh nichts, ich habe da meine Erfahrungen”. “Ätsch!”, würde ich ihm heute gerne zurufen.
Aber ich schweife ab. Zurück zum Grund dieses Beitrags. Nach dem ersten Wahlgang dauerte die Auszählung eine ganze Weile, und nach der Pause sickerte das Ergebnis durch den Plenarsaal. Bundestagspräsident Lammert ließ auf sich warten, die Blechbläser kamen bereits rein, und die ersten Anwesenden twitterten das Ergebnis in die weite Welt. Rund 15 Minuten, bevor der Bundestagspräsident das Ergebnis verlas.
Das finde ich nicht in Ordnung, und habe das deswegen auch nicht gemacht. Natürlich ist es toll, wenn man eine Neuigkeit als Erster in die weite Welt pustet. Dennoch sollte man den Anstand haben, zu warten bis es offiziell verkündet wurde, besonders bei einer Bundespräsidentenwahl. Die paar Minuten hätte man abwarten können.
Vielleicht braucht es eine Art Netiquette für Twitter?!