Etwas holperich war der Weg zu meiner ersten Podiumsdiskussion. Gerade mal 3 Tage vorher war ich eingeladen worden. Im Gegensatz zu unserem Landtagsabgeordneten Klenk, der leider in Kirchberg Hände schütteln musste, hatten sich alle anderen Landtagskandidaten versammelt im Musiksaal der Schule.
Eigentlich schon ein starkes Stück, dass Klenk es nicht schaffte, sich 2 Stunden Zeit zu nehmen für die 200 Schüler, welche gespannt waren auf die Ausführungen ihrer Landtagskandidaten. Ein jeder setzt eben seine Prioritäten. Immerhin hatte sich sein Zweitkandidat Zeit genommen.
Die Diskussion, organisiert von DasDing und dem LandesschülerInnenbeirat war sehr nett, Bildungsfragen standen im Mittelpunkt. Einige Junge Unionler (Erkennungszeichen: schwarze T-shirts und männlich) stellten ungelenke Fragen, der FDP Kandidat Dietz war rührig, aber wenig kompetent. Das gab er ehrlicherweise zu. Ob Klenk es besser gewusst hätte? Schließlich drückt er sich auch um die Bildungsdiskussion der GEW am 13.2.
Wahrscheinlich muss er an diesem Termin anderswo Hände schütteln. Ist ja auch angenehmer, als die Böcke verteidigen zu müssen, die ihm seine Partei in der Bildungspolitik schießt.Sein Zweitkandidat hat sich auf jeden Fall achtbar geschlagen.
Meine Beobachter Fasten-Holp und Grüne Jugend waren mit mir zufrieden, viel Applaus gabs beim Nein zu Studiengebühren. Mal sehen ob sich bei der nächsten Runde die JUler bessere Fragen einfallen lassen. Ich freu mich schon darauf!
“Auch das Private ist politisch!” war ein Spruch der 68er. Ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass mit 38 Jahren Verspätung ausgerechnet in der CDU dieser Spruch Wahrheit wird. Getroffen hat es den nun ehemaligen Sozialminister Renner, der nach einem privaten Disput mit einem katholischen Bischof den Hut nehmen musste. Renner war den Erzkonservativen in der CDU ein Dorn im Auge. Flotte Sprüche und keine Scheu, die Schirmherrschaft für den Stuttgarter CSD zu übernehmen.
Das war zuviel für die CDU, die im Bundestagswahlkampf letztes Jahr mit feschen Mädels in einem orangenen Ford aus den 70ern im Retrostyle bei jungen Menschen auf Stimmenfang ging. Schaut an, auch wir sind jung und modern! Das konnte man denen damals schon nicht abnehmen, und wir sind jetzt in unserer Meinung bestätigt worden.
Lange hat es gedauert bis sich Schwule und Lesben in der CDU getraut haben, eine Unterorganisation zu gründen. Natürlich gibt es auch Menschen in der Jungen Union die kiffen. Solche Dinge offen zuzugeben käme aber immernoch der politischen Enthauptung gleich. Nach Außen hin wird geleugnet und gelogen, dass sich die Balken biegen.
Ideologien und ein Wunschdenken, wie die Menschen gefälligst zu leben haben, bestimmt das gesellschaftspolitische Handeln der konservativen Hardliner. Die Realität negiert diese CDU beharrlich. Man könnte auch sagen: sie agieren wie auf Drogen.
Nach ein paar Tagen Ruhe vom Wahlkampf folgte gestern ein neuer Paukenschlag: eine Gruppe von jungen Leuten hat sich zusammengefunden um die Ortsgruppe der Grünen Jugend Murr, also den Raum Backnang bis Murrhardt, wiederaufleben zu lassen.
Natürlich Ehrensache dass ich mitdabei war.
Es wurde lebhaft diskutiert, über Atom- und Energiepolitik, Gentechnik und Rechtsextremismus.
Wer Lust hat mitzumachen, der kann sich melden unter info@gj-murr.de.
Das war ein Spiel! Im Schneechaos von St. Pauli siegte der Kiezclub gegen Bremen und zieht ins DFB Pokalhalbfinale ein. Damit sind die ärgsten Finanzsorgen auch erstmal bereinigt.
Fussball war für mich von Klein auf mein Lieblingssport. Ist auch nicht verwunderlich, schließlich spielen die ersten Lebenserinnerungen allesamt in den Vereinsanlagen der TSG Backnang Fussball. Meine Eltern betrieben damals die Vereinsgaststätte in den Etzwiesen. Mithin einer der ersten Gyros Spieße Backnangs drehte sich dort.
Zudem wenden sich Fans und die Offiziellen des FC St. Paulis explizit gegen Ausgrenzung und Rechtsextremismus. Auf diese Weise ist der Sport auch ein Mittel, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Deswegen ist das Fussballspiel, welches zwischen Flüchtlingen und dem SV Unterweissach bald statfindet, ein positives Signal.