Revolution in Bayern – CSU abgewatscht
Nach der Abdankung der Wittelsbacher Königsfamilie 1918 hat Bayern nun die nächste Revolution erlebt. Die CSU verliert fast 20 % und damit die absolute Mehrheit. Die SPD verliert sogar noch, und die Grünen erreichen wie die Freien Wähler und die FDP ein neues Rekordergebnis. Aus dem Wahlausgang ergeben sich aus meiner Sicht mehrere Konsequenzen.
Erstens: Es gibt keine gottgebenen Mehrheiten für eine Partei mehr. Die Menschen orientieren sich mehr und mehr an den Inhalten. Das ist gut für uns Grüne. Das macht auch die Wahl 2011 in Baden-Württemberg richtig interessant.
Zweitens wachsen für die Linkspartei die Baume nicht in den Himmel. Sie sind wohl nicht in den bayerischen Landtag eingezogen. Zudem hat sich wieder gezeigt, dass die Stimmen der Linkspartei in erster Linie ehemalige Wähler der SPD sind. Die SPD hat trotz der Riesenunzufriedenheit mit der CSU noch verloren. Das ist sicherlich bitte.
Drittens muss ernshaft geprüft werden, ob es eine Regierungsoption jenseits der CSU gibt. Rechnerisch ist die möglich. Es wäre auch dringend notwendig, dass die CSU aus der Regierung fliegt. In Bayern muss die gesamte Verwaltung durchgelüftet werden, der ganze Muff nach jahrzehntelanger CSU Herrschaft rausgelassen werden. Zudem: Zu einer echten Revolution gehört auch, dass die Königsfamilie in die Emigration geht und auf Normalmaß zurechtgeschnitten wird.
Ich bin mal gespannt, was die FDP macht. Wird sich weiterhin der willige und farblose Steigbügelhalter der Macht für die CDU/CSU sein oder einen echten Wandel vollziehen? Oder wiederholt sich in Bayern dasselbe Spiel wie in Hessen?









[...] habe mich gefreut – wie andere auch – über das Ergebnis der CSU, für die Münchener Grünen die insgesamt zwischen 14 und 15%, [...]