Stuttgart 21: Darf es ein bisschen mehr sein?
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Die Bahn und die Landesregierung haben heute zum ersten Mal eingeräumt, dass es zu Mehrkosten beim Bau des geplanten Tiefbahnhofs in Stuttgart kommen wird. Rund 256 Millionen Euro sollen die Bauarbeiten nun mehr kosten, das sind immerhin knapp 10% mehr als bislang geplant.
Heute ist also der erste Dominostein gefallen. Ich bin mir sicher, es werden noch weitere folgen. Wenn jeder eine Viertelmilliarde schwer ist, wird man bald auf die 6,9 Milliarden Euro kommen, die Stuttgart 21 nach Berechnungen des Büros Vieregg und Rössler mindestens kosten wird.









Hi Daniel,
alte Methode, die immer noch wirkt: Die Kosten strategisch niedrig ansetzen, so dass Befürworter nicht angreifbar und umstimmbare Zweifler gerade noch so zustimmen können. Später scheib’chenweise mit der Wahrheit rausrücken, wenn der “point of no return” überschritten wurde.
Die Übung kennt jeder Bürgermeister und wird auch gerne in der Industrie gespielt, wenn Stadthalter (Manager), Geld von dem Inhaberfamilien für riskante Projekte haben wollen. (Da müssen wir jetzt halt durch…) Mit offenem Visier, also ehrlichen Kosten, spielen die Wenigsten – leider. Deshalb wird diese Nachricht in der Tat der erste Dominostein in einer Reihe folgender Kostenanpassungen sein.
Lass’ uns doch mal wetten, wieviel Stuttgart21 am Ende wirklich kosten wird. Ich würde wetten, dass die Kosten sich knapp verdoppeln. Jetzt müßten wir uns nur noch einen Wetteinsatz überlegen…
Mit sonnigen Grüßen aus dem wilden Süden.
oh oh – es wird bestimmt nicht bei “nur” 10% bleiben – das kennt man ja von anderen faellen zur genuege