Zu Gast bei AGOS in Istanbul
Vor kurzem war ich mit einer kleinen Grünen Delegation unter der Leitung von Cem Özdemir in der Türkei. Es ging um die Lage der religiösen Minderheiten im Land. In der nächsten Zeit werde einige Beiträge zu dieser Fahrt schreiben.
Agos
ist eine Wochenzeitung, die für kritischen Journalismus bekannt ist. Deswegen hat sie es oft nicht leicht, insbesondere in dem derzeit aufgeheizten Klima in der Türkei. Bekannt wurde sie bei uns durch den Mord an ihrem Chefredakteur Hrant Dink Anfang des Jahres. Dink, Türke armenischer Herkunft, galt als einer des brillantesten Köpfe der Türkei. Durch seine direkten und offenen Worte für Meinungsfreiheit und Demokratie in der Türkei war er oft Angrffen der Nationalisten ausgesetzt. Vor seinem Tod wurde er massiv bedroht – und dann auch vor dem Redaktionsgebäude heimtückisch erschossen. Die Hintermänner des Mordes bleiben im Dunkeln.
Die Lage der armenischen Minderheit in der Türkei ist nicht einfach. In der letzten Zeit häufen sich wieder Drohungen gegen armenische Schulen und Kirchen.
Wir haben angeregt diskutiert mit dem Chefredakteur von Agos, Etyen Mahcupyan. Ich war sehr beeindruckt, mit welchem Mut dieser Mensch trotz all dem Druck sich weiter einsetzt für Meinungsfreiheit in der Türkei. Das gebührt all mein Respekt – und auch Unterstützung: AGOS bietet auch ein Onlineportal auf Englisch an. Einige Infos sind gratis, der Vollzugang kostet 10 Euro im Monat. Für alle, die an der türkischen Politik interssiert sind und Wert auf ehrlichen Journalismus legen, ein Muss.









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